Italienischkurse in Sizilien
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Ausflüge
Das milde Klima - die Durchschnittstemperatur im Winter bewegt sich um 13°, im Frühling um 20°, im Sommer um 27° und im Herbst um 21° - ermöglicht das ganze Jahr über interessante Ausflüge.

Milazzo dient als Ausgangspunkt, um das umliegende Gebiet kennen zu lernen. Folgende Ausflugsziele sind unbedingt einen Besuch wert:


Capo Milazzo

Vom Stadtzentrum erstreckt sich das Kap zum Kastell und über eine rund sechs Kilometer lange und zwei Kilometer breite Halbinsel, die mit ihrer Vegetation und den steil ins Meer abfallenden Felsen fasziniert.

Man gelangt über die Küstenstraße zu Fuß, mit dem Bus oder mit dem Fahrrad oder über die gewundenen, schmalen Straßen im Landesinneren hierher. Am Ende der Halbinsel erhebt sich ein Leuchtturm; von dort kann man den Blick über den Ätna, die Küste in Richtung Palermo und über die Äolischen Inseln schweifen lassen.


Taormina

Taormina, eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Sizilien, muss man einfach gesehen haben. Vom Teatro Greco genießt man ein herrliches Panorama mit Blick auf den Ätna, Europas größtem Vulkan, während man bei einem Spaziergang auf der Hauptstraße die wunderbare Architektur der alten Paläste bewundern kann, in denen diverse Läden untergebracht sind.

Wenn man durch die weniger touristischen schmalen Gässchen schlendert, tun sich herrliche Ausblicke auf die prachtvolle Landschaft auf. Zur Abrundung des Besuchs darf man sich die köstlichen Granite des äußerst sympathischen Besitzers in der Bam Bar keinesfalls entgehen lassen.


Castelmola

Wenn man nach Taormina hochfährt, erreicht man Castelmola, einen kleinen Ort, von dem man den Blick über das azurblaue Meer bis zum Ätna schweifen lassen kann. Wer Lust auf Wein mit Mandelaroma hat, ist in der Bar Turrisi richtig, wo die sympathischen Besitzer ihren Gästen die Antiquitäten in ihrem Lokal zeigen, die es so einzigartig machen!


Messina

Obwohl in manchen Reiseführern eine andere Meinung vertreten wird, ist die Stadt einen Besuch wert, zumindest für einen Nachmittag. Wenn man vom normannischen Dom aus startet, kann man die Architektur der neuen Gebäude bewundern, die nach dem Erdbeben im Jahr 1908 errichtet wurden, aber auch die Spuren als alten Zeiten, als Messina eine bedeutende Rolle im Mittelmeerraum spielte.

Nach einem Besuch im Museo Regionale, das unter anderem Werke von Caravaggio, Montorsoli und Antonello da Messina beherbergt, geht es zum Capo Peloro weiter, dem äußersten Punkt Siziliens mit einzigartiger Landschaft. Hier entstanden die Mythen von Skylla und Charybdis, welche über Jahrtausende die Meerenge von Messina beherrschten.


Tindari

An der Nordküste, rund 40 km von Milazzo entfernt, liegt in Richtung Palermo die archäologische Ausgrabungsstätte Tindari auf einem Vorgebirge. Die erste Ansiedlung geht auf das 4. Jahrhundert v. Ch. zurück, und seitdem stand der Ort stets im Mittelpunkt politischer und historischer Ereignisse.

In Tindari kann man auch die der schwarzen Madonna geweihte Wallfahrtskirche und die Ausgrabungen mit dem griechischen Theater, den Thermen und den prachtvollen ein- und mehrfarbigen Mosaiken besuchen.

Zwischen Mai und Juni werden vor der einzigartigen Kulisse des griechischen Theaters griechische Tragödien in ursprünglichem Stil aufgeführt, wobei man sich die perfekte Akustik der Anlage zu Nutze macht.


Capo Calavà

Wenn man von Tindari nach Palermo weiterfährt, bietet sich als nächstes Ziel Capo Calavà an, um ein erfrischendes Bad und herrliche Sonnenuntergänge zu genießen.


Novara di Sicilia

Die alte Stadt liegt auf circa 1000 Meter Höhe an der Grenze zwischen den Gebirgszügen der Nebrodi und Peloritani. An schönen Tagen kann man von der Rocca di Novara einen großen Teil Siziliens überblicken: das Auge reicht von den Äolischen Inseln bis hin zum Ätna und zur Meerenge von Messina. In den einsamen Gässchen atmet man noch den Lebensrhythmus aus beinahe vergessenen Zeiten.

Im Karneval findet hier ein lustiger Wettbewerb statt, bei dem es darum geht, dass die Teilnehmer einen Käselaib über möglichst lange Strecken durch die Gässchen rollen lassen, Â ohne dass er bricht. Der Gewinner bekommt die Käselaibe seiner Mitstreiter. Angesichts der unverfälschten Güte dieses Produkts ist dies nicht gerade wenig!


Montalbano Elicona

Dieses alte Dorf in den Nebrodi-Bergen entwickelte sich um das mittelalterliche Kastell von Friedrich II. von Aragonien. Die Rocche dell'Argimusco, im Lauf der Zeit zu seltsamen Gebilden geformte Sandsteinfelsen, beherrschen die umliegende Landschaft, die sich auch im Sommer durch eine frische Hochgebirgsvegetation auszeichnet. Die Anordnung der Vulkane Stromboli, Ätna und Vulcano, die man an schönen Tagen von hier oben erkennen kann, ließ hier eine religiöse Kultstätte vermuten, an der alte Versöhnungsriten abgehalten wurden.


Äolische Inseln

Die sieben Vulkaninseln erheben sich gegenüber der Westseite Milazzos.

Vulcano liegt am nächsten zum Festland und ist in weniger als einer Stunde Bootsfahrt erreichbar. Man kann den Vulkan besteigen und vom Krater aus die Schwefeldämpfe erkennen, die er erzeugt. Obwohl der Vulkan ruhig scheint, ist er stets unter strenger Beobachtung.

Lipari ist die Insel, die dem Archipel seinen Namen verleiht. Sie ist zwar die größte Insel, hat aber dennoch den typischen äolischen Lebensstil bewahrt. Unbedingt zu besuchen ist das archäologische Museum, das unter anderem archäologische Funde aus dem Meer beherbergt und zum Verständnis der Entstehungsgeschichte des Gebietes um Milazzo und der Äolischen Inseln beiträgt.

Vulcano und Lipari liegen am nächsten zu Milazzo und bieten sich für Wochenendausflüge an.

Salina, Panarea, Stromboli, Alicudi und Filicudi sind weiter von Milazzo entfernt und können im Rahmen eines Tagesausfluges nicht ausreichend besichtigt werden. In diesem Fall ist besser, eine Übernachtung einzuplanen.

Bei Schönwetter kann man an den Minikreuzfahrten teilnehmen, die von einer lokalen Schifffahrtsgesellschaft organisiert werden und alle zwei Wochen von Milazzos Hafen ihren Ausgang nehmen. Auch wenn diese Variante etwas touristisch ist, bekommen Sie einen Eindruck von Stromboli mit seiner typischen Landschaft.

Wenn Sie einen eleganteren und traditionelleren Weg wählen möchten, um die Äolischen Inseln kennen zu lernen, entscheiden Sie sich für einen Italienischkurs auf dem Boot, der von der Sprachschule organisiert wird. Zwischen den Inseln segelnd leben Sie mit dem Rhythmus des Meeres, entdecken versteckte Buchten, alte Kulturen und lernen dabei gleichzeitig Italienisch. Ein unvergessliches Erlebnis!


Siracusa

Die alte Stadt besticht mit ihrer barocken Baukunst. Der Dom in Ortigia ist Santa Lucia geweiht und stellt ein einzigartiges Beispiel an Verschmelzung von unterschiedlichen architektonischen Stilen dar. Die Museen der Stadt beherbergen unter anderem Werke von Caravaggio und Antonello da Messina sowie klassische Skulpturen. Am Stadtrand bietet sich das Castello di Eurialo für einen Besuch an, das größte vollständige militärische Bauwerk, das aus der Zeit der griechischen Herrschaft verblieben ist.


Cefalù

Der prachtvollste und am besten erhaltene normannische Dom befindet sich in dieser alten Stadt, die zusammen mit Tindari und Milazzo an der sizilianischen Nordküste eine vor Piratenüberfallen am besten geschützte Siedlung darstellte.Bei einem Spaziergang auf dem Felsen von Cefalù kann man von oben die alten roten Ziegeldächer bewundern, die sich vom intensiven Blau des Meeres abheben.


Palermo

Siziliens Hauptstadt lohnt mehr als einen eintägigen Besuch. Wer unter der Woche hierher kommt, kann durch die Märkte im Ballarò- und Vucciria-Viertel flanieren und den typischen Lebensstil und die Freundlichkeit der Menschen erleben.
Die Cappella Palatina und der Palazzo dei Normanni, wo das sizilianische Parlament untergebracht ist, bezaubern mit ihren üppigen Mosaiken und Malereien und mit ihrer Architektur. Der Dom von Palermo beherbergt die sterbliche Hülle von Friedrich II. von Schwaben, der wegen seines kulturellen Eklektizismus als Stupor mundi bekannt wurde und sein kurzes, aber intensives Leben in Sizilien verbrachte.


Kosten

Die Kosten für die Ausflüge bewegen sich je nach Verkehrsmittel zwischen fünfundzwanzig und dreißig Euro. Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen ebenfalls in Begleitung eines Lehrers aus der Sprachschule, wobei jeder Teilnehmer seine Fahrkarte selbst bezahlt.


Sonstiges

Wegen der größeren Entfernung werden die Ausflüge nach Palermo, Cefalù, Siracusa, Vulcano und Lipari an Wochenenden, im Allgemeinen am Samstag, oder an Feiertagen, wenn sie auf Wochentage fallen, organisiert.
 
 

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